Emmaus-Impuls
Emmaus liegt in fußläufiger Entfernung vor den Toren Jerusalems. Der Ort ist das Ziel von Zweien aus dem Kreis Jesu. Am ersten Tag der Woche tauschen sie sich auf dem Weg über ihre Hoffnungen, ihre Zweifel und Fragen, ihre Erinnerungen aus. Im Gespräch erfahren sie die Gegenwart Jesu, der sich ihnen als der Lebendige zeigt: auf dem Weg und beim Mahl.
Mit den „Emmaus-Sonntagsimpulsen“ greifen wir diese sonntägliche Weg-Gottesdienst-Form auf. Unter den Bedingungen der Pandemie ist es möglich, sich mit einer Verwandten oder einem Freund zu einem Herbstspaziergang oder einer winterlichen Wanderung zu verabreden. Der „Weg-Gottesdienst“ kann beginnen mit dem Austausch über die Erlebnisse der vergangenen Woche sowie die Hoffnungen und Fragen angesichts der kommenden Tage.
Mit dem „Emmaus-Sonntagsimpuls“ regen wir dann zu einem Gespräch im Anschluss an das jeweilige Evangelium an, das in der katholischen Leseordnung für diesen Sonntag vorgesehen ist. Ob sich die Wandernden von diesen Fragen leiten lassen oder sie als Ausgangspunkt nehmen, um ihren eigenen Fragen nachzugehen, liegt in der Freiheit der 2er-Weggemeinschaft. Wir ermutigen zum Losgehen in dem biblisch begründeten Vertrauen, dass Gott gegenwärtig ist, wo immer Menschen in seinem Namen unterwegs sind.
Die Impulse sind jeweils zum Wochenende hier auf der Website einsehbar und können heruntergeladen werden.
Hier der aktuelle Impuls:
Emmaus-Sonntagsimpuls |
14. Dezember 2025 |
3. Adventssonntag |
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. (Mt 11, 2–11)
In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten des Christus.
Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll,
oder sollen wir auf einen anderen warten?
Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht:
Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören;
Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet.
Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden:
Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid?
Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?
Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid?
Einen Mann in feiner Kleidung?
Siehe, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige.
Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen?
Ja, ich sage euch: sogar mehr als einen Propheten.
Dieser ist es, von dem geschrieben steht:
Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird.
Amen, ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen
ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer;
doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
Wie in der vergangenen Woche geht es auch beim Evangelium vom 3. Advent um die Bedeutung Jesu und die Identität des Täufers Johannes – und um die Erwartungen, mit denen Menschen sie sehen. Ein entscheidender Satz ist: „Geht und berichtet, was ihr hört und seht.“ Das ist der Ausgangspunkt: Vor der (Be-)Deutung steht die Wahrnehmung.
Es kann anregend sein, beim Emmaus-Spaziergang über das Verhältnis von Sehen und Urteilen nachzudenken – und zu überlegen, wie aus beidem ein Handeln resultiert.
Siegfried Kleymann
Kontakt
Kath. Kirchengemeinde
Heilig Kreuz
Hoyastraße 22, 48147 Münster
Tel. 0251 202080
Fax 0251 2020838
pfarrbuero@heilig-kreuz-muenster.de
Öffnungszeiten:
Mo, Do, Fr 09.30 - 12.00 Uhr
Di und Do 15.00 - 18.00 Uhr
