Emmaus-Impuls
Emmaus liegt in fußläufiger Entfernung vor den Toren Jerusalems. Der Ort ist das Ziel von Zweien aus dem Kreis Jesu. Am ersten Tag der Woche tauschen sie sich auf dem Weg über ihre Hoffnungen, ihre Zweifel und Fragen, ihre Erinnerungen aus. Im Gespräch erfahren sie die Gegenwart Jesu, der sich ihnen als der Lebendige zeigt: auf dem Weg und beim Mahl.
Mit den „Emmaus-Sonntagsimpulsen“ greifen wir diese sonntägliche Weg-Gottesdienst-Form auf. Unter den Bedingungen der Pandemie ist es möglich, sich mit einer Verwandten oder einem Freund zu einem Herbstspaziergang oder einer winterlichen Wanderung zu verabreden. Der „Weg-Gottesdienst“ kann beginnen mit dem Austausch über die Erlebnisse der vergangenen Woche sowie die Hoffnungen und Fragen angesichts der kommenden Tage.
Mit dem „Emmaus-Sonntagsimpuls“ regen wir dann zu einem Gespräch im Anschluss an das jeweilige Evangelium an, das in der katholischen Leseordnung für diesen Sonntag vorgesehen ist. Ob sich die Wandernden von diesen Fragen leiten lassen oder sie als Ausgangspunkt nehmen, um ihren eigenen Fragen nachzugehen, liegt in der Freiheit der 2er-Weggemeinschaft. Wir ermutigen zum Losgehen in dem biblisch begründeten Vertrauen, dass Gott gegenwärtig ist, wo immer Menschen in seinem Namen unterwegs sind.
Die Impulse sind jeweils zum Wochenende hier auf der Website einsehbar und können heruntergeladen werden.
Hier der aktuelle Impuls:
Emmaus-Sonntagsimpuls |
18. Oktober 2026 |
29. Sonntag im Jahreskreis – Hl. Lukas, Evangelist
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 22, 15–21)
In jener Zeit
kamen die Pharisäer zusammen
und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
Sie veranlassten ihre Jünger,
zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen
und zu sagen: Meister,
wir wissen, dass du die Wahrheit sagst
und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst
und auf niemanden Rücksicht nimmst,
denn du siehst nicht auf die Person.
Sag uns also:
Was meinst du?
Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen,
oder nicht?
Jesus aber erkannte ihre böse Absicht
und sagte: Ihr Heuchler,
warum versucht ihr mich?
Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!
Da hielten sie ihm einen Denár hin.
Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
Sie antworteten ihm: Des Kaisers.
Darauf sagte er zu ihnen:
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,
und Gott, was Gott gehört!
Wir wissen alle, dass wir an den Staat Steuern zahlen müssen.
Wissen wir aber auch, was wir Gott zu geben haben?
„Gott geben, was Gott gehört“. Was bedeutet das für unser Leben?
„Gott geben, was Gott gehört“, das kann heißen, ihm alles zu geben, ihm unser Herz zu schenken und uns ihm ganz anzuvertrauen.
Wenn wir Gott geben, was Gott gehört, dann bekommt auch die Welt, was sie dringend braucht: mehr Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Ramesh Nimmagadda, Pastor
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