Emmaus-Impuls
Emmaus liegt in fußläufiger Entfernung vor den Toren Jerusalems. Der Ort ist das Ziel von Zweien aus dem Kreis Jesu. Am ersten Tag der Woche tauschen sie sich auf dem Weg über ihre Hoffnungen, ihre Zweifel und Fragen, ihre Erinnerungen aus. Im Gespräch erfahren sie die Gegenwart Jesu, der sich ihnen als der Lebendige zeigt: auf dem Weg und beim Mahl.
Mit den „Emmaus-Sonntagsimpulsen“ greifen wir diese sonntägliche Weg-Gottesdienst-Form auf. Unter den Bedingungen der Pandemie ist es möglich, sich mit einer Verwandten oder einem Freund zu einem Herbstspaziergang oder einer winterlichen Wanderung zu verabreden. Der „Weg-Gottesdienst“ kann beginnen mit dem Austausch über die Erlebnisse der vergangenen Woche sowie die Hoffnungen und Fragen angesichts der kommenden Tage.
Mit dem „Emmaus-Sonntagsimpuls“ regen wir dann zu einem Gespräch im Anschluss an das jeweilige Evangelium an, das in der katholischen Leseordnung für diesen Sonntag vorgesehen ist. Ob sich die Wandernden von diesen Fragen leiten lassen oder sie als Ausgangspunkt nehmen, um ihren eigenen Fragen nachzugehen, liegt in der Freiheit der 2er-Weggemeinschaft. Wir ermutigen zum Losgehen in dem biblisch begründeten Vertrauen, dass Gott gegenwärtig ist, wo immer Menschen in seinem Namen unterwegs sind.
Die Impulse sind jeweils zum Wochenende hier auf der Website einsehbar und können heruntergeladen werden.
Hier der aktuelle Impuls:
Emmaus-Sonntagsimpuls |
19. Juli 2026 |
Sommerferien
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 13,24-43)
In jener Zeit
24 erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Mann,
der guten Samen auf seinen Acker säte.
25 Während nun die Menschen schliefen,
kam sein Feind,
säte Unkraut unter den Weizen
und ging weg.
26 Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten,
kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27 Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn
und sagten: Herr,
hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?
28 Er antwortete: Das hat ein Feind getan.
Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
29 Er entgegnete: Nein,
damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.
30 Lasst beides wachsen bis zur Ernte
und zur Zeit der Ernte
werde ich den Schnittern sagen:
Sammelt zuerst das Unkraut
und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber bringt in meine Scheune!
31 Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor
und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn,
das ein Mann auf seinen Acker säte.
32 Es ist das kleinste von allen Samenkörnern;
sobald es aber hochgewachsen ist,
ist es größer als die anderen Gewächse
und wird zu einem Baum,
sodass die Vögel des Himmels kommen
und in seinen Zweigen nisten.
33 Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig,
den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg,
bis das Ganze durchsäuert war.
34 Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge in Gleichnissen
und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen,
35 damit sich erfülle,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen,
ich spreche aus, was seit der Schöpfung der Welt verborgen war.
36 Dann verließ er die Menge
und ging in das Haus.
Und seine Jünger kamen zu ihm
und sagten:
Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!
37 Er antwortete: Der den guten Samen sät,
ist der Menschensohn;
38 der Acker ist die Welt;
der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches;
das Unkraut sind die Kinder des Bösen;
39 der Feind, der es gesät hat,
ist der Teufel;
die Ernte ist das Ende der Welt;
die Schnitter sind die Engel.
40 Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird,
so wird es auch bei dem Ende der Welt sein:
41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden
und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen,
die andere verführt und Gesetzloses getan haben,
42 und werden sie in den Feuerofen werfen.
Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
43 Dann werden die Gerechten
im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.
Wer Ohren hat, der höre!
Von Gott und vom Reich Gottes sprechen heißt, um ein Geheimnis zu kreisen mit Bildern, Geschichten und Gleichnissen: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Menschen, der guten Samen auf einen Acker säte. Ein Feind kam und säte Unkraut (gemeint ist der Lolchsamen, der zum Taumel-Lolch reift und ein schädigendes Unkraut ist) zwischen den Weizen“. Was nun, das Unkraut ausreißen? Solches Denken führt zu Stillstand, Verhärtung, Streit und Sackgassen. Oder beides miteinander wachsen lassen bis zur Ernte? Das eröffnet vielleicht Horizonte und Möglichkeiten im Dazwischen zu leben und Leben zu gestalten. Ein Blick in die eigene Wirklichkeit kann da vor Überheblichkeit schützen, Raum für Veränderungen öffnen und den liebenden Blick ermöglichen. Das Reich Gottes und unser Leben wachsen eben auch zwischen Unkraut. Die Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig zeigen, wie aus Kleinem Großes und aus Wenigem Fülle entstehen kann. Auch in den kleinen Schritten kann so viel Kraft und Leben stecken. Es braucht für das Reich Gottes Geduld, das Vertrauen auf die Sache Gottes, der aus Kleinem Großes wachsen lässt – und es braucht das Beginnen und Mitmachen, und das ist dann unsere Sache.
Zum Austausch auf den Sommer-Spazier-und-Wanderwegen:
-Unsere Bilder vom Reich Gottes in dieser Welt?
-Wie beginnen und mitmachen?
-Und das schädigende Unkraut?
-Kleine und große Lebens- und Glaubensschritte wertschätzen.
Überraschende Erfahrungen und eine gute Zeit!
Der nächste Impuls erscheint am 30.08.2026
Franz-Josef Wille
Kontakt
Kath. Kirchengemeinde
Heilig Kreuz
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Tel. 0251 202080
Fax 0251 2020838
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Ferien-Öffnungszeiten im Pfarrbüro (20.07.-01.09.2026):
Mo 09.30 - 11.30 Uhr
Di 15.00 - 18.00 Uhr
Do 09.30 - 12.00 Uhr
