perCHORssion – ein ungewöhnlicher Titel steht über dem KreuzKlang, der am 22. September in der Kreuzkirche stattfinden wird: in Ausschnitten aus Bachs Motette „Jesu, meine Freude“ umgeben sich Chor und Percussion quasi gegenseitig und reagieren aufeinander. Die eigentlich sehr konträre Art der Klangerzeugung durch menschliche Stimme bzw. Schlaginstrumente lässt im Zusammentreffen besondere Reize entstehen.
Das Sanctus aus der raumergreifenden doppelchörigen Messe von Frank Martin wollte der Schweizer Komponist jahrzehntelang nicht veröffentlichen. Das Werk gehe „nur den lieben Gott und ihn“ etwas an. Anfangs scheinen hier Engelschöre einen Dialog zu halten, der dann in lebhaft-wechselnder Rhythmik und gregorianisch anmutenden Gesängen in einen jubelnden Hosanna-Chor mündet.
Daran schließt sich eine Reiseerinnerung an eine Tournee durch Russland und Sibirien an – eine mystische Meditation, deren Weckfanfaren mit dem Raum spielen. Außerdem erklingen Werke von Schütz, Mendelssohn Bartholdy, Whitacre und Gjeilo.
Das Auftragswerk von Klaus Kauker („In Whispers“) schildert die besonderen Erfahrungen des Chores während der Pandemie – aus der Vereinzelung webt sich wieder leuchtender Gesamtklang. Dieses Werk haben wir auch als Film produzieren können (s. website).
Zwei Jazzstücke, die dem Chor gewidmet sind, bilden den explosiven Abschluss.

Die etwa 60 Sängerinnen und Sänger des Ensembles Junger Chor NRW treffen sich zu 4 Projekten pro Jahr. Sie sind von 16 bis ca. 50 Jahre alt und gingen aus dem LandesJugendChor NRW hervor. Das Dirigentenehepaar hat seit 35 Jahren die Leitung des Chores inne. 24 Konzertreisen führten das Ensemble mehrfach nach Russland, China und ins Baltikum sowie durch ganz Europa. Einige musikalische Mitbringsel wurden in die Programme übernommen.

Die Chorleiter Christiane Zywietz-Godland und Hermann Godland schlossen ihre Studien in Essen und Köln ab (er: Schulmusik, Latein, Dirigieren, Liedbegleitung; sie: Schulmusik, Musikwissenschaft, Anglistik, Chorleitung, Gesang). In mehreren professionellen Ensembles und auf zahlreichen Tourneen durch ganz Europa, Russland und Nordamerika haben sie vielfältige Erfahrungen gesammelt, die sie als Dirigenten und in Lehraufträgen weitergeben.

Im GRAD Percussion Duo spielen der Ukrainer Andrei Pushkarev aus Kiew und Pavel Beliaev aus Minsk/ Belarus. Sie sind Mitglieder im Kremerata Baltic Chamber Orchestra unter Gidon Kremer. Mit Bearbeitungen von Mozart und Bach errang Pushkarev 2002 den Grammy, Echo Award und 2007 einen Platz auf der Bestenliste der Schallplattenkritik.