In den vergangenen Jahren haben wir in Heilig Kreuz oftmals die Solidaritätsaktion des Vereins „SOS Rosarno“ unterstützt und Bio-Orangen aus Kalabrien zum Kauf angeboten, die dort von Wanderarbeitern, meist afrikanische Geflüchtete, während der Erntezeit von Oktober bis April gepflückt werden. Die kostenlose Ausstellung „Bittere Orangen“ zeigt jetzt im Foyer der VHS vom 9. Januar bis 6. Februar Eindrücke von den Lebensbedingungen der Menschen, die diese Orangen ernten.
Die Ausstellung ist in der VHS Münster im Foyer im Erdgeschoß, Aegidiistr. 70, zu sehen. Die Eröffnung mit einem kleinen Empfang findet am Dienstag, 13. Januar, um 19 Uhr statt. Die Ausstellung „Bittere Orangen – Moderne Sklaverei in Europa“ basiert auf einer 13-jährigen Feldforschung des Ethnologen und Kulturanthropologen Prof. Dr. Gilles Reckinger in den Slums in der Ebene von Gioia Tauro in Kalabrien an der Südspitze Italiens. Im Zentrum stehen 106 Fotografien, die die Arbeiter selbst mit Digitalkameras und Smartphones aufgenommen haben.
Herzliche Einladung zum Besuch der Ausstellung!
Bild: Ein Erntearbeiter auf einer Orangenplantage in Kalabrien. Fotomotiv von Gilles Reckinger.
